19.04.2013 Wir in Berg: Wir pflanzen unsere Zukunft

Projekt der Montessori Schule, der Grundschule Berg und des Forstreviers Hof

Berg - „Wir pflanzen unsere Zukunft“heißt das Gemeinschaftsprojekt der Freien Montessori Berg und der Berger Grundschule in Zusammenarbeit mit dem Forstrevier Hof, vertreten durch Revierleiter Daniel Feulner und mit Unterstützung der Berger Gemeinde. An drei Terminen werden die Mädchen und Jungen im Krähenwald auf einer der Gemeinde gehörenden Waldfläche Bäume für die Zukunft mit Weißtanne, Roterle und Hainbuche pflanzen. Nach Informationen von Revierleiter Daniel Feulner besuchen die Kinder und Jugendlichen drei Stationen im Wechsel. „Dabei ist nicht nur arbeiten angesagt“, verspricht der Forstmann und benennt verschiedene Spiele wie „Luchs und Reh“, Waldbild, Waldmemory und Eichhörnchen. An der Pflanzstation werden die Kinder in drei Gruppen geteilt und wechseln zwischen der Räum-, der Trassier- und der Pflanzgruppe. 425 Roterlen, 25 Hainbuchen und 50 Weißtannen sollen gepflanzt werden und als Zukunftswald heranwachsen. Außerdem müssen 75 Einzelschutzdrähte für die Hainbuchen und Weißtannen gespannt und an einem Robinienstab befestigt werden. „Diese Maßnahme soll den Verbiss durch das Rehwild verhindern“, erklärt der Revierleiter Daniel Feulner, der auch die benötigten Arbeitsmaterialien wie Wiedehopfhaue, Hohlspaten, Trassierband, Maßband, Hammer und Arbeitshandschuhe für die Kinder bereitstellt. Die Pflanzung mit den Pflanzgeräten wird nur unter Aufsicht passieren und schon im Vorfeld werden die Kinder auf den Sturzgefahr durch Unebenheiten und Gräben im Waldboden hingewiesen. Hat die Gruppe dann genug geschafft, dann steht Spannung und Spiel auf dem Plan. Beim „Luchs und Reh“ mimt ein Kind das Reh, das nur hört aber nichts sieht und den „Angreifer“ sozusagen nur erahnen kann. Kreatives Gestalten mit Naturmaterialien vor Ort ist beim Waldbild gefragt und beim Waldmemory müssen sich die Kinder ein Stück des Waldbodens genau einprägen und später feststellen was sich verändert hat. Die einzelnen Stationen werden durch jeweils einen Förster und eine Lehrkraft beaufsichtigt, die helfend mit anpacken. Die Berger Gemeinde stellt die Verpflegung mit Brotzeit und Getränken für die fleißigen „Waldarbeiter“. Das Aufforstungsprojekt, eine Veranstaltung im Rahmen „300-jährige Nachhaltigkeit in der Forstwirtschaft“ ist ein wichtiger Beitrag für den Erhalt des ökologischen Gleichgewichts der Natur. Neben dem Erhalt der Biodiversität, der Sicherung von Lebensräumen für Pflanzen und Tiere, leisten Bäume auch aktiv einen Beitrag zur Bindung des klimaschädlichen Kohlendioxid (CO2). Bäume können nämlich das CO2 in Luft an sich binden und im Holz speichern, daher bezeichnet man auch Wälder als die „Grüne Lunge“ der Erde. Revierleiter Daniel Feulner spricht auch von einem generationsübergreifenden Projekt und hofft, dass die Kinder und Jugendlichen durch die eigenen Pflanzungen einen Bezug zu den Bäumen, zum Wald aufbauen, vielleicht ab und an vorbeischauen und im Erwachsenenalter dann mit den eigenen Kindern hierher kommen und von der Pflanzaktion erzählen.


 

Den Artikel aus dem Amtsblatt der Gemeinde Berg "Wir in Berg" können Sie hier>>> als PDF ansehen.

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